"Lass dich reich beschenken" oder "Ich wünsche dir Frohe Weihnachten und dicke Geschenke", das sind die Sätze, die man am 24. jeden Jahres mit auf den Weg bekommt. Vorsorglich, um Enttäuschungen zu vermeiden, habe ich mir nur bedruckte Scheine gewünscht. Ein Fehler der Wortwahl, wie sich herausstellen sollte.
Es war ein äußerst gelungenes Weihnachtsfest, ich war sogar in so 'ner Karaoke Bar, oder wie andere sagen würden - Kirche. War zum Glück nur für Kinder und ging nur 35 Minuten. Die erste Handlung war also sehr gelungen.
Zweite Aktion daheim das Essen, war eine lustige Runde und man konnte es gut essen. Das war die zweite gelunge Aktion.
Die dritte war die Bescherung, solange ich die erwarteten Couverte in die Hand bekam.
Doch ein "Geschenk" sollte mir den Rest geben, mich vom Sessel reißen. Klar, dass ich hier zynisch bin.
Stellt euch ein Geschenk vor, das man abgrundtief ablehnt, teuer war und eine "Barauszahlung nicht möglich ist"...Kaum vorzustellen, sowas muss eigentlich erfunden werden. Doch ich erhielt dieses Antipräsent.
Meine Mutter meinte noch "macht ein Foto, was er für ein Gesicht macht(oder im Nachhinein "Fresse zieht"), wenn er das auspackt", nicht erwartend, dass das das je schlimmst verschenkte Antipräsent noch vor der Penispumpe ist. Und selbst die ist noch 5 von 10 und nicht 10 von 10 Kackbollenpunkten, wie es mein Antipräsent war.
Ich öffnete das Antipräsent, es war ein leerer Karton, darauf war ein pinker Gutschein zu sehen, dick mit meinem Namen darauf und noch Broschüren.
Was konnte das bloß sein...
Was ist das...
Ich erspähte das Logo einer Tanzschule, dann als nächsten Punkt "Barauszahlung nicht möglich.."
Ich schmunzelte kurz, weil meine Schwester lachte, dachte an einen Scherz, weil ja jeder weiß, wie abgrundtief ich das hassen würde. Ich überlegte, ob meine Schwester son Gutschein für meine Mutter besorgt hat und einfach mal meinen Namen darauf geschrieben hat, um mich bisschen zu ärgern.
Nein, falsch, das Datum passte und der ungerade Betrag auch, mir blieb das Raclette im Hals stecken und meine Kopfschmerzen vom Alkohol waren weggeblasen.
Was nur tun, wie tauscht man den Scheiß nur um? Wie kann man das einem so braven Sohn nur antun? Er war in der Kirche, hat Weihnachtslieder mitgesungen, hat sich benommen, hat alle seine Klausuren bestanden, die er geschrieben hatte, hat eine Arbeit angenommen, hat sich selbst versichert, ist von absolut niemand abhängig, was hat dieser Sohn nur verbrochen?
Es war der pure Ernst und das war ein so gewaltiger Schlag in die Milz, wie es Oscar de la Hoya niemals hätte schaffen können.
Was konnte ich jetzt nur noch machen? Ich sagte, dass ich schwul bin und leider nicht an einem Kurs teilnehmen kann. Da fiel mir der Freund meiner Schwester in den Rücken...
"Ey Wolf, da steht auch Kurse für Sie&Sie und Er&Er...." Das war der tritt in den Arsch, wo man 2 Wochen nicht mehr sitzen konnte, wie als ob dir Steven Gerrad mit dem Ball Vollspann aufn Hintern schießt und du daraufhin mit dem Hinterteil in ein Kaktusfeld stürzt...
Es gab keinen Ausweg.
Was bleibt ist die Enttäuschung, ihr seht den kleinen Wolf geknickt vorm Antlitz des hell erleuchteten Weihnachtsbaum stehen.
Was bleibt ist verschenktes Geld und die Erkenntnis, meine Wortwahl zu überdenken...
Ich will nur Geld, sonst nix...
Frohe Weihnachten!
Donnerstag, 25. Dezember 2008
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