Donnerstag, 17. Januar 2008

Der Tag, als Gadine O.'s Bogen zerbrach...

Gewidmet ist dieser Eintrag, Isi A. aka Pascha und Nadine O. aka Gadine.

Ich heiße Wolf Q. Ich bin Schreiber dieses Blogs, 22 Jahre alt, blond, blaue Augen, 1,86m groß und schwer attraktiv. Die Älteren unter euch werden jetzt bestimmt sagen, ich lebe in der falschen Zeit. Vor 70 Jahren war die Zeit für Typen wie mich.
In diesem Körper war ich nun mit vier nicht minderwertigeren Typen und Freunden auf dem Weg nach Luha, dem hässlichen Bruder von Mannheim.
Lokales Ziel dieser Reise war die Kaoten WG, der WG von Pascha und Gadine, die sie mit noch einem Mädel und einem Kerle bewohnen.
Als wir in der Wohnung ankamen, waren noch andere Freunde von den Kaoten anwesend, von hot bis normal, von Mädchen bis Junge.
Kausales Ziel war vorzuglühen und in ne Disse zu gehen.
Vorglühen war witzig, das ist das Schlimme am Vorglühen, denn es passiert ja nix Lustiges, der Alkohol gaugelt dir vor, dass die Situation lustig sei. Dann zogen wir los. Wir wollten in die Innenstadt Mannheims, abfeiern, aber Pascha hatte natürlich den Raff verloren, dass gar kein Zug mehr nach Mannheim düst. Also rein ins Taxi.
Gadine saß im Taxi neben mir. Sie fragte den Taxifahrer die ganze Zeit über, wie er heiße. Er antwortete mit keinem Wort, hörte lediglich nur auf Wegbeschreibungen. Da kamen wir an. Hauptbahnhof Mannheim.
Bitterkalt, der Wind bließ wie Beate Uhse.
Es war glatt, glatt wie ein Kokainportionierer.
Niemand hatte Winterschuhe an, die Jungs eher Sambaschläpple, die Mädels so Stiefel. Alle konnten gut laufen, alle merkten, es war glatt, alle konnten gut laufen, doch eine schien ihr Bügeleisen im Stiefel vergessen zu haben, jene Gadine.
Ich kann sagen, es war ein unspektakulärer Sturz, eigentlich nicht der Rede wert, ich half ihr noch auf, da kam schon der Pascha an, sichtlich in seiner Ehre gekränkt.
"Ey Gadine, was soll des? Blamiersch' mich hier vor meinen Freunden" und gab' ihr einen Klapps, oder auch zwei oder drei auf die Backe - die im Gesicht- links und rechts.
Für alle die sich bisher fragten, woher der Name "Pascha" kommt, der wird sich an dieser Stelle weiter fragen bei einem IQ einer Kuh oder es jetzt erkennen.
Pascha wurde blamiert - vor seinen Freunden -, hochgradig, denn als Mitbewohnerin so unangenehm aufzufallen und das noch zu einem Zeitpunkt, wo seine besten Freunde am Start sind, das kann sogar ich nachvollziehen.
Aber Gadine lachte, sie weinte nicht, obwohl sie es eigentlich gemusst hätte, denn sie brach sich bei dieser Aktion den Ellbogen. Wie sich später herausstellte war das ihr Glück, denn hätte es das harte Kopfsteinpflaster nicht getan, dann der harte Pascha :))
Aber sie merkte nix davon, kicherte nur, wie ne Erbs'.
Alle Dissen waren gerammelt voll, sodass wir schon bevor es richtig losging einen Teil unserer Partymeute verloren, aber wäre es eine Partymeute gewesen, dann wären sie bestimmt nicht gegangen. Doch dann hatten wir Glück.
Als wir in irgendso eine Kneipe reinwollten, kam uns ein Gammler entgegen. Er kam uns entgegen, weil die Kneipe gerade dicht machte. Diesem Gammler sollte es vorbehalten sein, unseren Abendverlauf zu bestimmen.
Er schickte uns in eine Disse, die bestimm noch leer war, und das war sie auch, kein Wunder, denn es war scheiße dort. Es war Karaoke Abend. Es sang immer abwechselnd, ein hässlicher Typ und ein dickes Mädchen. Zum Glück wurde meine Ohrenkrebs bereits behandelt, sonst könnte ich jetzt nicht mehr schreiben, nicht weil ich nix mehr hören würde, nein, weil ich kaputt wäre.
Es sangen einige von uns auch noch, um den bisherigen Abend abzurunden. Grässlich, so grässlich, dass ich mit Pascha allein auf der Tanzfläche zu den esängen unseres Kumpels tanzte, blamieren konnte man sich in dem Laden nicht.
Wir mussten in einen anderen Club. Doch Gadine konnte da nicht mehr mit, sie hatte keine Lust mehr. Damit endet die Geschichet, doch ihr Ellbogen ist weiterhin gebrochen.

Gute Besserung.

Was lernen meine Leser daraus?
Spannung im Oberkörper!

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